Entstehung des Klimacenters

Von 1968 bis 2003 war das Kompaniegebäude Teil der „Hümmling-Kaserne“. Nach deren Schließung wurde die Gemeinde Werlte Eigentümer. Im Zuge eines Beschäftigungsprojektes mit gleichzeitiger Qualifizierung für ältere Arbeitslose wurde das Haus innerhalb von zwei Jahren zu einem Vorzeigeobjekt umgebaut. Möglich wurde dies durch ein Modellprojekt des Landkreises Emsland und der Gemeinde Werlte, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert wurde.

Die Sanierung erfolgte unter energiesparenden Gesichtspunkten und der Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Wärme liefert ein Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk.

Das Dachgeschoss ist zur Hälfte sparrengedämmt, auf der anderen Seite erfolgte eine Dämmung der Geschossdecke. Innerhalb dieser Klimazonen lassen sich die Auswirkungen der Baumaßnahmen hautnah erfühlen.

Gute Isolierung und gesundes Raumklima stand auch bei der Wahl von Fenstern und Fußböden aus Holz, Linoleum und Fliesen im Vordergrund.

Verschiedene, isolierende Fassadensysteme stehen als Beispiele für die energetische Altbausanierung mit nachwachsenden Rohstoffen. Diese sind, bundesweit einmalig, mit über 50 Messfühlern bestückt (Foto rechts) und liefern kontinuierliche Klimadaten.

Im über 2.000 m² großen Klimacenter werden pro Jahr jetzt 99 Tonnen CO2 und 1600 Liter Heizöl eingespart. Die Aufnahmen der Wärmebildkamera zeigen die Unterschiede des dämmtechnischen Zustandes des Gebäudes vor und nach den Umbauarbeiten. Die roten Flächen zeigen die Bereiche mit den höchsten Temperaturen und entlarven hierdurch die dämmtechnischen Schwachstellen. Die geringsten Temperaturen finden sich an den blauen Bereichen. Nach der Sanierung sind kaum noch rote Bereiche erkennbar.