Als Drehscheibe für Innovationen habe das 3N Kompetenzzentrum eine wichtige Aufgabe bei der Umsetzung der niedersächsischen Energie- und Klimaschutzziele, hob der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel bei seinem gestrigen Besuch des 3N Kompetenzzentrums Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V. hervor.

Personen auf dem Foto, von rechts: Bernd Carsten Hiebing (Landtagsabgeordneter), Minister Stefan Wenzel, Daniel Thele (Bürgermeister Werlte), Dirk Kopmeyer (Landkreis Emsland), Ingrid Klinge (Energy Valley), Dr. Norbert Handke (INGHA), Dr. Anke Grieße (MU), Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer (3N), Franz Jansen-Minßen (LWK Niedersachsen), Reent Martens (3N)
Personen auf dem Foto, von rechts: Bernd Carsten Hiebing (Landtagsabgeordneter), Minister Stefan Wenzel, Daniel Thele (Bürgermeister Werlte), Dirk Kopmeyer (Landkreis Emsland), Ingrid Klinge (Energy Valley), Dr. Norbert Handke (INGHA), Dr. Anke Grieße (MU), Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer (3N), Franz Jansen-Minßen (LWK Niedersachsen), Reent Martens (3N)

"Mit seinen Netzwerkpartnern ist 3N derzeit an 11 europäischen und nationalen Projekten beteiligt und engagiert sich in regionalen Projekten, wie dem Klimacenter", so die 3N Geschäftsführerin Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer, die die vielseitigen Aufgaben des Kompetenzzentrums vorstellte. Neben der Entwicklung biobasierter Materialien, dem Testen von innovativen Verfahren, beispielsweise zur Gülle- und Gärrestaufbereitung oder zur Emissionsminderung, werden im Verbund mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen auch intensiv Fragen zur Systemintegration von Bioenergie bearbeitet.

Die nördlichen Niederlande und Niedersachsen wollen verstärkt gemeinsam an der Implementierung zukunftsfähiger Energiesysteme arbeiten, erklärte Minister Wenzel, dabei werde eine Technologieoffenheit gebraucht, um die Herausforderungen der Transformation des heutigen Energiesystems hin zu einer 100 % Erneuerbaren Energieversorgung zu schaffen. Die Region biete hierzu gute Voraussetzungen.

Bei einem anschließenden Rundgang durch das Klimacenter zeigte sich der Minister auch von dem breiten Informationsangebot für Verbraucher und Schüler sehr beeindruckt. Besonders im Bereich der ökologischen Bau- und Dämmstoffe bestehe noch ein hohes Potential für den Einsatz von Produkten aus Holz, Fasern oder Zellulose. Klimaschutz fange schon bei der Materialwahl an, so der Minister.

Vorgesehen ist ferner die Einrichtung einer "Kompetenzstelle Paludikulturen" beim 3N Kompetenzzentrum. Hier sollen neue Nutzungskonzepte für die klimaschonende Bewirtschaftung von Mooren entwickelt, die Vor- und Nachteile dieser Nutzungsform dargestellt und praktische Projekte umgesetzt werden. Das auf zunächst 5 Jahre angelegte Projekt wird im Verbund mit dem NLWKN noch im 1. Quartal 2017 starten.

"3N ist auf Wachstumskurs, wie die zahlreichen Aktivitäten zeigten", so Bauamtsrat Dirk Kopmeyer vom Landkreis Emsland, der im Namen des 3N Vorstandes das gemeinsame, sehr erfolgreiche Engagement des Landes Niedersachsen und der 3N Gründungsmitglieder hervorhob. Auf die stete Weiterentwicklung Werltes zu einem Innovationsstandort verwies Bürgermeister Daniel Thele, der weitere geplante Projektvorhaben ansprach. Es schloss sich die Besichtigung der Audi-e-Gasanlage unter Führung von Dr. Hermann Pengg, AUDI AG, an.