Herzlich Willkommen zum Holzbaupreis Niedersachsen 2016

Erstmals erfolgte in Niedersachsen die Auslobung eines »Niedersächsischen Holzbaupreises« zur Prämierung innovativer Holzbauten. Der »Holzbaupreis Niedersachsen 2016« zeichnete Gebäude aus, die überwiegend aus Holz und Holzwerkstoffen sowie weiteren nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Ziel des Wettbewerbs war es, die Verwendung und Weiterentwicklung des ressourcenschonenden, umweltfreundlichen und nachhaltigen Baustoffes zu stärken sowie künftige Bauherren für das Bauen mit Holz zu gewinnen.

Der Wettbewerb stand unter der Schirmherrschaft von:

Christian Meyer
Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


SiegerVerleihungJuryKonsortiumAuslobungDownloadsPresseKontakt

Preisträger

1. Preis
Ausstellungs- und Seminarhaus der DBU

Bauherr: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück
Architektur: METARAUM Architekten BDA, Stuttgart
Tragwerksplanung: Tichelmann & Barillas Beratende Ingenieure, Darmstadt
Holzbau: Brüggemann Holzbau GmbH & Co. KG, Neuenkirchen
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2. Preis
Kita Kleine Gallier

Bauherr: Gallierhaus GmbH, Hannover
Architektur: Vorrink Wagner Architekten, Hannover
Tragwerksplanung: SHL Ingenieure, Hannover
Holzbau: Fritz Kathe & Sohn GmbH, Vechta
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2. Preis
Paul-Klee-Schule in Celle

Bauherr: Landkreis Celle
Auftraggeber: Ed. Züblin AG Direktion Nord - Bereich Bremen
Architektur: SchröderArchitekten, Bremen
Tragwerksplanung: STB - Döhren Sabotke Triebold, Bremen
Holzbau: Stephan Holzbau GmbH, Gaildorf
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Sonderpreis Baukultur
Fagus-GreCon Kundenzentrum in Alfeld

Bauherr: Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG, Alfeld
Architektur: BIWERMAU Architekten BDA / W. Köhnemann, Hamburg
Tragwerksplanung: Alpert & Zeck Ingenieurbüro für Bauwesen, Freden
Holzbau: Koch-Bau GmbH, Einbeck-Rittierode
Projektmanagement: Ronge Industriebau GmbH, Alfeld
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Anerkennungen

Anerkennung
»Holthuus« auf Spiekeroog

Bauherr: Ev. Regionalverband, Frankfurt am Main
Architektur: Reuter + Werr Architekten BDA, Idstein
Tragwerksplanung: Ingenieurbüro für Baustatik Dipl.-Ing. H. Renken, Wittmund
Holzbau: Zimmerei Alfred Cohrs, Stuhr-Fahrenhorst
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Anerkennung
Haus B in B – Lärchengold und Gletscherweiß in Bückeburg

Bauherr: Dieter und Josi Barkhausen, Bückeburg
Architektur: Schmalohr Architekten, Bückeburg
Tragwerksplanung: RGN Ingenieure, Petershagen
Holzbau: Georg Hecht GbR, Petershagen
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Anerkennung
Flüchtlingssiedlung Steigertahlstraße in Hannover-Linden

Bauherr: Baudezernat der Landeshauptstadt, Hannover
Architektur: MOSAIK Architekten BDA, Hannover
Tragwerksplanung: merz kley partner ZT GmbH, Dornbirn (Österreich)
Holzbau:Kaufmann Bausysteme GmbH, Reuthe (Österreich)
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Engere Wahl

Engere Wahl
Umbau der Remise auf Gut Herbigshagen in Duderstadt

Bauherr: Heinz Sielmann Stiftung, Duderstadt
Architektur: stories within architecture, Berlin
Tragwerksplanung: Jochaim Ludwig Aschoff, Heiligenstadt
Holzbau: Zimmerei Struthmann GmbH, Wingerode
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Engere Wahl
Suhlgartenkarree in Wolfsburg

Bauherr: Neuland Wohnungsgesellschaft mbH, Wolfsburg
Architektur: Stadtbildplanung Dortmund GmbH, Dortmund
bauart konstruktions GmbH & Co. KG, München
Holzbau: Karl Hoffmeister GmbH, Lamspringe
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Die Verleihung des Holzbaupreises Niedersachsen 2016 fand im Rahmen einer Holzbaufachtagung in Celle statt. Vor über 100 Teilnehmer stellten die Fachreferenten neueste Ergebnisse zur Klimawirksamkeit der Holznutzung und innovative Konzepte zum modernen Holzbau vor. Im Rahmen dieser Tagung wurden die Gewinner des "Niedersächsischen Holzbaupreises 2016" durch den Niedersächsischen Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Christian Meyer ausgezeichnet.


Sieger des "Holzbaupreises Niedersachsen 2016" mit Minister Christian Meyer und Juryvorsitzendem Prof. Dipl.-Ing. Architekt Ludger Dederich

„Aktuell geht man von einem Kohlenstoffvorrat von cirka 300 Mio. Tonnen aus, der im Wald und in Holzprodukten gespeichert ist“, so Prof. Dr. Hermann Spellmann, Direktor der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt. „Das Cluster Forst und Holz in Niedersachsen trägt damit wesentlich zum Klimaschutz bei und ist ein stabiler Pfeiler der niedersächsischen Wirtschaft“.

Wie dieser Speicher für den Klimaschutz genutzt werden kann, berichtete Frau Sabrina Schäfer von der Ruhr-Universität in Bochum. Sie erstellt Ökobilanzen von Gebäuden, die unter anderem zeigen, dass Holzbauten gegenüber konventionellen Bauarten in der Produktion weniger Treibhausgasemissionen verursachen. Für jedes Kilogramm Holz werden der Atmosphäre rund 1,8 kg CO2 entnommen.

Professor Ingo Gabriel aus Oldenburg stellte die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im Holzbau für Wohnhäuser, Gewerbe- und Industriebauten vor, wobei er auf die erforderliche hohe fachliche Qualifikation der ausführenden Gewerke einging.

Über innovative Holzbausystemen berichtete Prof. Dr.-Ing. Volker Krämer von der Fachhochschule HAWK Hildesheim. Diese reduzieren Bauzeiten und ermöglichen neue Baukonzepte. Die rechtlichen Aspekte und aktuelle Entwicklungen im Bauordnungsrecht erläuterte abschließend Prof. Dipl.-Ing. Architekt Ludger Dederich von der Hochschule Rottenburg/Neckar.

Als feierlichen Höhepunkt der Tagung verlieh der Niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer, den erstmalig ausgelobten Holzbaupreis Niedersachsen. Preisträger sind das „Ausstellungs- und Seminarhaus“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, in Osnabrück (1. Preis), die Kita "Kleine Gallier“ in Hannover (2. Preis) und die "Paul-Klee-Schule" in Celle (ebenfalls 2. Preis). Den Sonderpreis "Baukultur" erhielt das Fagus-GreCon-Kundenzentrum in Alfeld. Des Weiteren wurden drei Anerkennungen für die Objekte „Holthuus“ auf Spiekeroog, „Haus B in B – Lärchengold und Gletscherweiß“ in Bückeburg und die „Flüchtlingssiedlung Steigertahlstraße“ in Hannover-Linden vergeben.

Die Vorträge der Referenten sowie Informationen zum Programm finden Sie im Bereich Veranstaltungsrückblick.

Mitglieder der Jury (in alphabetischer Reihenfolge):


Portait von Horst Buschalsky

Horst Buschalsky

Referatsleiter Forstpolitik und Holzwirtschaft
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Portait von Ludger Dederich, Prof. Dipl.-Ing. Architekt (Vorsitzender)

Ludger Dederich, Prof. Dipl.-Ing. Architekt (Vorsitzender)

Professur für Holzbau
Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg/Neckar

Portait von Volker Krämer, Prof. Dr.‐Ing.

Volker Krämer, Prof. Dr.‐Ing.

Professur für Ingenieurholzbau, Präfabrikation
HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Portait von Stefanie Nöthel

Stefanie Nöthel

Abteilungsleiterin Städtebau und Wohnen
Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Portait von Wolfgang Schneider, Architekt Dipl.-Ing.

Wolfgang Schneider, Architekt Dipl.-Ing.

Präsident
Architektenkammer Niedersachsen

Portait von Mike Sieder, Univ.-Prof. Dr.-Ing.

Mike Sieder, Univ.-Prof. Dr.-Ing.

Professur für Baukonstruktion und Holzbau
Technische Universität Braunschweig

Portait von Martin Tronnier

Martin Tronnier

Abteilungsleiter Stadtplanung
Stadt Celle

Portait von Jürgen Vogel, Prof. Dr.-Ing.

Jürgen Vogel, Prof. Dr.-Ing.

Beratender Ingenieur
Ingenieurkammer Niedersachsen

Die Auslobung erfolgte durch den Landesbeirat Holz Niedersachsen e.V. und den Landesmarketingfonds Holz Niedersachsen, der am 3N Kompetenzzentrum e.V. angesiedelt ist. Beide Initiativen werden von Institutionen und Unternehmen des Clusters Forst und Holz getragen.


Förderer und Mitglieder des Landesmarketingfonds Holz:



Kooperationspartner:


In Zusammenarbeit mit:

INNOVATIVE PROJEKTE GESUCHT

Die Wettbewerbsbeiträge sollten sich durch eine hohe gestalterische und holzbautechnische Qualität auszeichnen sowie im Sinne der Nachhaltigkeit, ökologische und ressourcensparende Aspekte besonders berücksichtigen. In die Bewertung wurde auch der Lebenszyklus der Bauwerke hinsichtlich ihrer Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit in Betrieb und Unterhalt bis hin zur Recyclingfähigkeit einbezogen. Bauwerke und Gebäudekomponenten sollten insgesamt ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept darstellen.

Für den »Holzbaupreis Niedersachsen 2016« konnten verschiedene Objekte eingereicht werden:

Bauen im Bestand

Umbauten, Aufstockungen oder energetische Sanierungen eines vorhandenen Bauwerks. Jede Gebäudeart und -nutzung war zugelassen.

Neubau

Anbauten, Einzelbauwerke, Gebäudegruppen oder Ingenieurbauwerke. Jede Gebäudeart und -nutzung war zugelassen.

Innenausbauten

Anbauten, Einzelbauwerke, Gebäudegruppen oder Ingenieurbauwerke. Jede Gebäudeart und -nutzung war zugelassen.

Sonderpreis Baukultur

Besonders nachhaltige Sanierungs- und Umbaumaßnahmen von bestehenden Holzbauwerken wie z.B. Fachwerk, Scheunen, Kirchengebäuden u.ä. oder Neubauten, die die Holzbaukultur aufgreifen und im modernen Kontext neu interpretieren.

WER KONNTE SICH BEWERBEN?

Zur Teilnahme aufgefordert waren:

  • Architekten,
  • Tragwerksplaner,
  • öffentliche und private Bauherren,
  • das Bauhandwerk sowie
  • Unternehmen der Holzbaubranche.

Mitglieder der Jury sowie Mitarbeiter der Auslober waren von der Teilnahme ausgeschlossen.

Teilnahmevoraussetzungen

Die Baumaßnahmen wurden im Zeitraum zwischen Januar 2012 und Dezember 2015 fertiggestellt. Der Standort der Gebäude musste sich im Bundesland Niedersachsen befinden. Es durften insgesamt maximal drei Projekte je Bewerber eingereicht werden.

PREISGELD

Der »Holzbaupreis Niedersachsen 2016« war mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro dotiert (inkl. Sonderpreis). Der Sonderpreis »Baukultur« ist mit insgesamt 1.000 Euro dotiert. Die Jury entschied über die Verteilung des Preisgeldes frei und unanfechtbar unter Ausschluss des Rechtsweges.

EINZUREICHENDE UNTERLAGEN

Pro Objekt waren einzureichen:

  • zwei Poster im Format DIN A2. Diese mussten enthalten:
      • Entwurfs-, Ausführungs-, Detailzeichnungen,
      • Fotos, Abbildungen,
      • kurzer Erläuterungsbericht,

sowie

  • eine Teilnehmer-/Urheberrechtserklärung inklusive Objektbeschreibung mit Angabe von Namen und Anschriften der Architekten, Tragwerksplaner, Bauherren, Holzbaubetriebe und der Fotografen sowie der Objektdaten,
  • einen Datenträger mit druckfähigen Dateien aller eingereichten Inhalte (Bilder, Zeichnungen, Grafiken, Texte).


URHEBERRECHTE

Die Teilnehmer bestätitgen mit ihrer Einreichung, dass sie und ihre Bauherren sowie die Urheber der Fotos und sonstigen Rechteinhaber mit den oben genannten Veröffentlichungen einverstanden sind und stellen die hierfür notwendigen Unterlagen frei von Rechten Dritter uneingeschränkt und kostenfrei zur Verfügung.

Es besteht und ergibt sich kein Haftungsanspruch gegenüber dem Auslober für die Art und Form der Nutzung in der aufgeführten Art und Weise. Der Teilnehmer stellt den Auslober von eventuellen Ansprüchen Dritter an der Verwendung oder sonstigen Rechten frei.

Die Auslober haben das Recht, die prämierten Arbeiten mit allen eingereichten Unterlagen (Fotos, Zeichnungen, Texte usw.) bei Ausstellungen, in der Presse, in Publikationen sowie im Internet zur Dokumentation des Niedersächsischen Holzbaupreises unter Namensnennung der Verfasser uneingeschränkt und unentgeltlich zu veröffentlichen und zu verbreiten. Die uneingeschränkte und unentgeltliche Einräumung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Der Widerruf bewirkt, dass zukünftig keine weiteren Fotos und Unterlagen zur Veröffentlichung weitergegeben werden.

EINREICHUNGSFRIST

Donnerstag, der 15. September 2016 (Datum des Poststempels)

Die Unterlagen waren fristgerecht und für den Empfänger kostenfrei einzureichen an:

3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V.
»Holzbaupreis 2016«
Herrn Martin Hanke
Rudolf-Diesel-Str. 12
37075 Göttingen


Die Vorträge der Holzbaufachtagung finden Sie in der Rubrik Veranstaltungsrückblick!

Die weiteren Downloads, wie die Broschüre zur Preisverleihung, die Flyer zur Ausschreibung und Preisverleihung sowie die einzureichenden Formulare, finden Sie nachfolgend.


Portait von Martin Hanke

Martin Hanke

Koordination Holzbaupreis Niedersachsen

0551 307 38 11
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