Die bei der Verkohlung von pflanzlichen Ausgangsstoffen, wie Holz, Stroh und anderer Biomasse, entstehende Pflanzenkohle bezeichnet man auch als „Biokohle“ (engl. Biochar). Es werden in der Landwirtschaft derzeit vorwiegend Pyrolyseverfahren zur Erzeugung von Holzkohlen eingesetzt. Ein weiteres Herstellungsverfahren ist die Hydrothermale Karbobnisierung (HTC).

Zu den Eigenschaften oder Effekten der Biokohle werden u.a. die Kohlenstoff Bindung im Boden, die Verbesserung der Nährstoffspeicherung, positive Effekte auf die Wurzelentwicklung, Verbesserung der Wasserhaltekapazität oder die Emissionsminderung in Ställen und positive Auswirkungen auf die Tiergesundheit beschrieben.

Derzeit ist nach der Düngemittelverordnung (DüMV Anlage 2 Tabelle 7 Unterpunkt 7.1.10) ausschließlich Holzkohle aus chemisch unbehandeltem Holz als ein zulässiger Ausgangsstoff für Kultursubstrate sowie als Trägersubstanz in Verbindung mit der Zugabe von Nährstoffen über zugelassene Düngemittel gelistet. ( QUELLE angeben)

Zum Einsatz kommt Biokohle in folgenden Bereichen:

als Bodenverbesser

Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen, wird Biokohle auch in Mischung mit anderen Substraten nach dem Vorbild der „Terra-Preta“- Erden verwendet.

zur Emissionsminderung

Ein weiterer Ansatz ist der Einsatz von Biokohle im Verbund mit effektiven Mikroorgansimen. Es hat sich in ersten Tests und Praxiserfahrungen gezeigt, dass Biokohle als Einstreu oder Futterzusatz zur Reduktion von Schadgasemissionen in Ställen beiträgt und positive Effekte auf die Tiergesundheit hat.